Stoßdämpfer
Nutzfahrzeuge sind mal leer, mal teil- oder vollbeladen. Dadurch differiert auch das Höhenniveau sehr stark. Bei diesen Fahrzeugen müssen die Stoßdämpfer einen Kompromiss finden, damit sie größtmögliche Sicherheit und größtmöglichen Komfort bieten, egal, wie stark das Fahrzeug beladen ist. Diese Fahrzeuge haben auch weniger große Angriffsflächen für den Seitenwind als Wohnmobile, die unter allen Fahrzeugen die größten Seitenflächen haben. Spezial-Stoßdämpfer, die auf eine permanent schwere Belastung des Fahrzeugs und einen hoch liegenden Schwerpunkt konzipiert sind, können das Fahrverhalten deutlich spürbar verbessern. Spätestens, wenn bei oben erwähnten Fahrzeugen die Original-Stoßdämpfer verschlissen sind, sollten diese durch Sonderstoßdämpfer ersetzt werden.
Serienstoßdämpfer sind in der Regel in Druckrichtung stärker dämpfend als in Zugrichtung, um während der dynamischen Fahrbewegungen den Aufbau oben zu halten. Sonderstoßdämpfer für Wohnmobile, Verkaufsfahrzeuge, Werkstattwagen, Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge arbeiten oft entgegengesetzt. Es wird die Dämpfungsrate der Originalstoßdämpfer in Druckrichtung (Einfederung) weitestgehend beibehalten, aber in Zugrichtung (Ausfederung) wird eine größere Hemmung bewirkt. Das hat den Zweck, dass Fahrbahnschläge über die zu sehr in Druckrichtung hemmenden Stoßdämpfer nicht auf den Aufbau übertragen werden. Hier lässt man die Einfederungskräfte von der Federung abfangen. Die notwendige Schwingungsdämpfung geschieht mehr in der Ausfederungsbewegung.Es gibt auch Sonderstoßdämpfer, welche die dynamischen Fahrbewegungen so nutzen können, dass, unabhängig von der Belastung / Beladung, das Fahrzeug auf gleichem Höhenniveau gehalten wird.